05.10.2011

Jarasch/Wesener: Wowereit lässt Rot-Grün platzen

Zum Abbruch der Koalitionsgespräche zwischen SPD und Grünen erklären die Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Bettina Jarasch und Daniel Wesener:

Rot-Grün ist an Wowereit gescheitert. Die Gesprächsrunden haben deutlich gemacht: Klaus Wowereit persönlich will diese rot-grüne Koalition nicht. Und er ist offenbar nicht in der Lage, verlässlich und respektvoll mit einem potentiellen Koalitionspartner umzugehen. Für ihn sind drei Kilometer Autobahn offenbar wichtiger als die Zukunft Berlins. Der Weiterbau der A 100 sei für ihn „nicht verhandelbar“, erklärte der Regierende Bürgermeister heute. Damit hat er den Rückwärtsgang eingelegt und sich gegen eine ökologische und soziale Modernisierung ausgesprochen.

Weil es uns um diese Zukunft Berlins geht, haben wir uns in den insgesamt fünf Gesprächsrunden mit immer neuen Kompromissangeboten auf die SPD zu bewegt.

Unser Zugeständnis von heute: Sollte es auch mit einer neuen Bundesregierung nicht gelingen, die Bundesmittel in den Erhalt und den Lärmschutz von Autobahnen anstatt in die A 100 zu investieren, dann wird die Verlängerung der A 100 am Autobahndreieck Neukölln zu einem qualifizierten Abschluss gebracht, das bedeutet: dann wird sie bis zur Sonnenallee verlängert. Dazu waren wir bereit, weil wir den Auftrag der Wählerinnen und Wähler als eine Verpflichtung sehen, für die Zukunft Berlins insgesamt Verantwortung zu übernehmen.

Bündnis 90/Die Grünen haben sich geschlossen und verlässlich gezeigt. An uns sind die Verhandlungen nicht gescheitert. Wir bedauern sehr, dass die SPD die Gespräche abgebrochen hat, nachdem sich beide Seiten bereits sehr weit aufeinander zu bewegt hatten.

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Kommentare

Is ja so ruhig hier und überhaupt, wo ist denn die Renate ;-) ?

Wie kommt es eigentlich zu diesem massiven Realitätsverlust bei den Grünen? Hat das mit irgendwelchem überhöhten Alkohol- oder Drogenkonsum zu tun? Die Verhandlungen sind einzig und allein an der Engstirnigkeit von Renate Künast gescheitert!

Deine Vorwürfe...Drogen und Alkohol zum einen, dann Engstirnigkeit von Renate Künast. Kaum eine trockenere Politikerin wie Renate Künast, die meinte, Recht auf Rausch war gestern! Sie selbst war auch am Ende nicht mehr federführend in der Koalitionsverhandlung aufgetreten. Also reiner Unsinn, denn du hier an den Mann/Frau bringen willst.

Und außerdem freuen sich noch 83 % der Berliner Wähler, ach so, und Wählerinnen ;-), dass es nicht zu einer Rot/Grünen Regierung in Berlin kommt !!!!!

So siehts aus!

Nicht die 3 km Autobahn sind das Problem, sondern die Wohngebiete dahinter, in die sich der Verkehr dann entlädt. Dazu 400 Mio. Ausgaben, wo der Bund doch schon genug Schulden hat. Diese Autobahn wollen wir nicht mal geschenkt ! Um den Rückbau von Autobahnen ist ja gar nicht erst gesprochen worden. Es wäre natürlich möglich gewesen, bei der A100 Konzessionsbereitschaft in Aussicht zu stellen und die Verhandlungen weiterzuführen, um am Ende ggf. doch abzusagen, wenn es insgesamt kein vernünftiges Ergebnis gäbe. Damit wäre jedoch auch nichts erreicht.

Selbst wenn Wowereit sowieso nicht rot-grün koalieren wollte: Die grüne Verhandlungsführung machte Fehler. Erst wurden zur A100 (leider !!) weitreichende Konzessionen gemacht, wie es jedenfalls scheint, und diese dann wieder zurückgenommen. Außerdem wurde nichts zu den anderen Meinungsverschiedenheiten öffentlich verbreitet. . Im ersten Schritt erfolgte doch wohl eine grüne Zustimmung zur A100, jedenfalls, wenn keine Umwidmung der Mittel möglich ist?! Das hatte ich gleich als Zustimmung zum Bau verstanden. Dann Rücknahme dieser Kompromissbereitschaft und neuer Kompromiss mit Moratorium bis 2014. Dann offenbar eine Neuinterpretation des zweiten Sondierungskompromisses und die Forderung, die A100 (endgültig?) nicht weiterzubauen. . Unklar bleibt für mich, ob die SPD darauf bestanden hatte, ggf. in dieser Legislaturperiode die A100 bis zum Treptower Park zu bauen, oder ob ihr Grüne verlangt hatten, die A100 endgültig an der Sonnenallee enden zu lassen, also auch einen Weiterbau erst nach den kommenden fünf Jahren auszuschließen. . Jetzt muss man sich doch auch an die eigene Nase greifen und einräumen, dass es ein Fehler war, schon früh das sehr weitreichende Zugeständis für (!) die A100 zu machen. Dass Ramsauer da nicht mitmachen würde, war doch klar. Als es das sehr schnell explizit ausgeschlossen hatte, war es doch auch keine geänderte Sachlage. . Dass die SPD dann reagiert, wenn dieses von den Grünen ganz am Anfang gemachte Zugeständnis für die A100 wieder zurückgezogen wird, war doch zu erwarten- oder wenigstens war es eine Steilvorlage für den Rot-Grün-Skeptiker Wowereit. . Ich war eigentlich der Auffassung, die A100 würde von Wowereit nur in die Verhandlungen eingebracht, um mehr Verhandlungsmasse zu gewinnen, mit der er dann im Gegenzug andere Zugeständnisse erreichen könnte. Aber vielleicht war die Mehrheit einfach zu schwach, nicht zuletzt durch das starke Abschneiden der Piraten und das schwache Abschneiden der FDP: Hätte die FDP noch ein paar Prozent mehr unterhalb der 5%-Schelle zu Lasten der CDU geholt, wäre jede Stimme für die stärkeren Parteien etwas höher gewichtet und die Mehrheit etwas größer. . Fehler war sicherlich auch, eine Spitzenkandidatin zu nehmen, die nur als Bürgermeisterin und nicht als Senatorin in der Stadtpolitik mitwirken wollte. Dass Renate nicht in der Opposion die Berliner Fraktion führen wollte, hätte ihr dagegen niemand übelnehmen können. Durch den Fokus auf das Amt des Regierenden Bürgermeisters (statt auf die Inhalte, die sie u.a. auch als Finanz- oder Verkehrssenatorin vertreten könnte) konnte die SPD erst die größere Popularität von Wowereit für sich nutzen.

Ich stimme dem Kommentar von Joachim weitgehend zu, allerdings nicht mit der Einschätzung, die Grünen hätten in Sachen A 100 zu weitgehende Zugeständnisse gemacht. Das Zugeständnis war notwendig! Und es hätte dabei bleiben müssen. In diesem Punkt gab es zwei unterschiedliche Ankündigungen der Parteien, von denen nur eine umgesetzt werden kann. Bau oder Nichtbau. Die einzige Gemeinsamkeit, die die Grünen der SPD im Rahmen eines Formelkompromisses vorgaukelten, war, dass man die für den Weiterbau der A 100 zugesagten Geldmittel des Bundes nicht verfallen lassen will. Das ist ein plausibler und vor allem für Berlin guter Standpunkt, denn es geht um die Weiterentwicklung der Stadt mit Fremdmitteln. Die Grünen hätten nur bei dieser Linie bleiben müssen. Statt dessen kommen sie auf die aberwitzige Idee, man könnte ja versuchen, die Mittel des Bundes für andere Zwecke zu verwenden. Ein rein theoretischer Ansatz, der allenfalls für eine Kompromissformel reicht - aber im Ergebnis doch Augenwischerei ist. Hat denn ein Grüner ernsthaft erwartet, dass sich ein CSU-Bundesverkehrsminister als Steigbügelhalter für Rot/Grün in Berlin betätigt und in eine Umwidmung der für den A 100-Ausbau vorgesehenen Bundesmittel einwilligt? Wer so fern der Realität ist, der gehört auch nicht in Regierungsverantwortung. Die Grünen haben letztlich einen CSU-Bundesminister zum Entscheider in dieser Frage gemacht.Die Antwort hat Herr Ramsauer bereits einen Tag nach Veröffentlichung des Formelkompromisses - ungefragt - gegeben. Nunmehr hätten die Grünen ihre gemachte Zusage auch einhalten müssen. Statt dessen haben sie einmal zuviel gesagt. "Mit uns nicht". Dann darf man sich nicht wundern, wenn die Replik darauf lautet: "Dann halt ohne euch"!

Sehe es eher wie Joachim! Eine Zustimmung zum Weiterbau der A100 war keine Option. Weiterentwicklung Berlins mit Fremdmitteln gerne, aber dann bitte in die Zukunft gerichtet. Innerstädtischer Autobahnbau ist ja nun fachlich 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Da sind wir zwischenzeitlich schlauer. Über 400 Millionen Euro (und was heißt Fremdmittel, wir sind alle Deutsche) wären für den Arbeitsmarkt vielleicht kurzfristig hilfreich, aber mit der Autobahn leben müssen wir dann ewig. Dann lieber Einsparen, wenn schon keine Verwendung für nachhaltige brauchbare und den kommenden Generationen gegenüber vertretbaren Lösungen dargeboten werden können.

Als alter Stammwähler, der die Grünen bereits seit der Gründung unterstützt hat muss ich euch jetzt sagen: Meine Stimme bekommt ihr nicht mehr.

Ein Stammwähler, der die Grünen bereits seit der Gründung unterstützt hat? Dann hast du die Anfänge vergessen und bist zwischenzeitlich selbst so etabliert, dass du Rotation in den Ämtern, Basisdemokratie etc. längst vergessen hast. Es ist dein Recht sich zu verändern, aber die Ansprüche der Wähler, vor allem der Jungen, ist demokratisch. Wir wollen keinen Machtanteil um jeden Preis. Wir wollen demokratische Verhältnisse und eine Repräsentanz, die die Bedürfnisse der Integration aller im Land Berlin Widerspiegeln. Falls dier das nicht genehm ist, dann hast du in 5 Jahren ja wieder eine neue Wahl. Engagiere dich früher, dann bist du ein wahrer Demokrat.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wowereit ist es offensichtlich zu mühselig sich mit den Grünen in eine Koalition zu begeben. Die richtigen Lösungen für Berlin zu finden hätte in einem anstrengenden aber fruchtbaren Prozess bedeutend mehr bringen können. Dies spricht für die Grünen! Sich als Abnicker von Wowereits Entscheidungen herzugeben, nein, dass ist nicht der Sinn einer Koalition. Hier, bei einer Frage der Glaubwürdigkeit der Grünen, hart zu bleiben finde ich zwar bitter im Ergebnis, aber richtig. Nun gilt es sich auf eine gute Oppositionarbeit einzustellen und bei einer guten Entwicklung der Piraten unter Umständen beim nächsten mal auf eine Mehrheit von Grün-Links-Piraten zu hoffen. Die beiden "großen" haben eine Denkpause verdient.

Soweit sind die Grünen also schon gesunken, sich jetzt schon mit dieser Spaßpartei zusammen zu tun !

Ob es eine Spaßpartei ist, bleibt abzuwarten. Wer die Grünen schätzt, erinnert sich auch an deren Anfänge. Aus Spaß (außer du behauptet niemand, dass es eine Spaßpartei ist) kann Ernst werden! Überzeugend sind doch die Einstellungen der Piraten zu Transparenz und Basisdemokratie. Hier ein "soweit sind sie schon gesunken" zu prognostizieren, ist ja wohl weit weg von den ersten Schritten der Grünen. Das ist Grüne Politik pur!

Es ist und bleibt eine Spaßpartei ohne politische Substanz!

Oh... ein weiterer Prophet! Die Piraten haben deiner Meinung nach keine politische Substanz und sind eine reine Spaßpartei? Selbst der Neuköllner Bezirksbürgermeister (SPD) hat sich lobend geäußert über das Interesse der Piraten. Das Interesse hat sich gezeigt, dass diese im Vorfeld der Wahlen in vielen langweiligen Ausschusssitzung teilgenommen haben um das politische Alltagsgeschäft zu beobachten. Immerhin sind es knapp 10 Prozent der Wähler, die mit ihrer Wahlentscheidung eine Meinung eingenommen haben, dass die "Neulinge" eine Chance mit ihren Ansichten verdient haben. Alleine schon, dass wahrscheinlich Aufgrund der Kandidatur der Piraten viele überhaupt zu Wahl gegangen sind, und dadurch die Wahlbeteiligung gestiegen ist, ist eine politische Wirkung. Und abgrechnet wird zuletzt. Die, die Neueinsteigern keine Ernsthaftigkeit zutrauen, haben in einer Demokratie sowieso nicht richtig viel verstanden. Hätten die anderen ihre Hausaufgaben gemacht, dann wäre es so auch nicht gekommen.

Wer hier von Demokratie nichts versteht, wird sich noch rausstellen. Jedenfalls verstehe ich unter politischer Substanz mehr, als vor laufenden Kameras vor einem Laptop zu sitzen und jeden Furz öffentlich zu machen! Außerdem wird jeder, der sich das Wahlprogramm anschaut sehen, dass alles darin von anderen Parteien abgekupfert ist!, Deshalb sage ich, ohne jegliche politische Substanz! Und Propheten wollen ja wohl die Grünen immer schon sein!

Außerdem gehört zu jeder DEMOKRATIE auch die MEINUNGSFREIHEIT ! Also, wer hat hier nicht viel verstanden ????

quatschkopf... geh zurückzu deiner npd online seite... eure unterwanderung ist ja schon lächerlich...

Selber Quatschkopf ! So, und nun geh in Deine Denkecke und schmolle rum!

SCHMOLL!!!! Und nun? meine Ansicht hat sich nicht verändert. Sehe die Seite von euch (Neonazis---NPD) noch immer unterwandert. Bischen dumm im Kopf seid ihr schon, gell!! Würde mir wünschen, ihr setzt eure Energien konstruktiv ein. Ihr mit Eurer Angst habt durchaus Energie. Eure Schwäche könnt ihr umsetzen in Brauchbares. Dann werdet ihr auch Liebe und Geborgenheit sowie emotionale Sicherheit erfahren. Aber als Gegner der Demokratie könnt ihr euch ewig in euerer Ecke verkriechen und euch für was besseres halten. Der "deutschen" Gesellschaft dient ihr damit aber keineswegs. Ganz im Gegenteil! OPEN YOUR EYES!

was ist das denn für ein peinliches gesülze????????

getroffener hund bellt!!!

Schnauze, setzen!

Na wenn für den Wowi die 3 km wichtiger sind als Rot-Grün, dann gilt für Euch Grüne doch genau dasselbe. Tut mir leid, aber ihr benehmt Euch wie im Kindergarten: Bääh der hat mir meine Schaufel geklaut und bääh, aber der hat zuerst mit Sand geworfen..... Ihr habt zu hoch gepokert und verloren. Ist ja okay, aber dieses Geheule danach ist absolut unwürdig. ..

Das war das letzte Mal, dass ich Euch gewählt habe, denn wer sich schon vor möglichen Koalitionsverhandlungen stur auf eine einzelne Position festlegt, der ist auch nicht koalitionsfähig - und das hat mit Grundsätzen nichts zu tun. Im Ergebnis bekommt Berlin nun die 3 km Autobahn und keinerlei grüne Politik. Mit Eurer dummen Strategie habt Ihr genau das erreicht, was Wowereit eigentlich wollte, aber es nicht offen sagte. Ich kenne jede Menge Leute, die genauso denken - also zieht Euch bei den nächsten Wahlen warm an. Da kann man ja nur noch Piraten wählen... oder zu Hause bleiben. Ihr habe es einfach nicht anders verdient.

Selbst das Berliner Türkenblatt WELT sieht ein: "Die Grünen wollen immer nur dagegen sein" http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13645282/Die-Gruenen-wollen-immer-nur-dagegen-sein.html

Deine Bemerkung "Türkenblatt" ist eigentlich nicht weiter zu kommentieren. Außer: Nicht ernst zu nehmen!

Steinmeier, Steinbrück, Kahrs und der Seeheimer Kreis,werden weiter die Ziele der SPD bestimmen. Wer also glaubt die SPD strebt wieder nach alten Werten wie z.B Soziale Gerechtigkeit, wird sich getäuscht sehen. Vielleicht geht es doch nur mir Grünen, Linken und Piraten.

Respekt. Leider war ich in B nicht wahlberechtigt, aber für seine Ideale einzustehen hat etwas. Besser transparent für die Sache einstehen, als faule Kompromisse und vermeintliche Volksabstimmungen durchzuführen. Eure Entscheidung wird kurzfristig polarisieren, aber langfristig die Glaubwürdigkeit für einen Teil der Wähler erhöhen.

Was, wenn die Grünen der Autobahnverlängerung zugestimmt hätten? Wowereit hätte den Grünen doch weitere "Zugeständnisse" und "Kompromisse" abgerungen, sie am Gängelband hinter sich hergezogen und gedemütigt. So weit, bis die Grünen sich selbst nicht wiedererkennen, verachtet werden von den grünen Wählern, um am Ende auch noch von Wowi wie ein lästiger Popel weggeschnipst zu werden. Nee, mit Wowi und Müller hatte eine Rot-Grüne Koalition keine Chance. So ist mir der Abgang der Grünen lieber. Man hat die Essentials formuliert. Wowi wollte dominieren und zeigt sich als Narziß. Mit einer von Wowi dominierten SPD geht nichts, in Berlin oder anderswo.

Nun werden wir die nächsten 5 Jahre also von Rot-Schwarz regiert. Super! Und vielen Dank den grünen VerhandlungsführerInnen, insbesondere Volker Ratzmann, die Wowereit mit dem völlig unbedachten A 100 bis Neukölln-"Kompromiss" die Gelegenheit, Rot-Grün schon vor dem Start platzen zu lassen, auf dem Silbertablett serviert haben. Ich bin überzeugt, dass für einen großen Teil der Grünen-WählerInnen die A 100 kein entscheidendes Wahlkriterium war. Als grüne Stammwählerin habe ich euch immer wieder in der Hoffnung gewählt, dass ihr euch aktiv und gestaltend in die Politik für diese Stadt einbringt. Aber das war wohl nix. Bei den nächsten Landes-Wahlen wird Grün für mich keine Option mehr sein. Und den grünen Polit-Strategen wünsche ich jetzt ein fröhliches Aufarbeiten eines verkorksten Wahlkampfes und missratener Vor-Koalitionsverhandlungen. Vielleicht lässt sich ja etwas daraus lernen.

Wow.........i........ ich bin schier entsetzt wie leicht sich die vermeintlichen "Grünen-Stammwähler" hier von besagtem Herrn auf den Arm nehmen lassen. Ich denke: Wowereit will in 2 Jahren Kanzler werden. Was macht er also?? Er sucht in Berlin ne möglichst "einfache" Koalition wie er sie mit der CDU, die dankbar sein muss, überhaupt mal wieder an den Fressnapf zu kommen, bekommt. Und er setzt damit das Signal, im Falle der Bundestagswahl KANZLER einer rot-schwarzen Koalition zu werden- falls es für Rot-Grün im Bund nicht reicht. Und unter diesen Umständen...ist es völlig egal, WAS der Grund für das Scheitern der Koalition war- denn wer einen Grund sucht, der findet auch einen. Abgesehen davon waren die Grünen sogar kompromißbereit- ein Stück A100 ist ein Kompromiß. Ganz A100 wäre fauler Kompromiß und Umfallen gewesen. Es ist im Übrigen viel leichter, jemanden auszubooten, der eine klare Position einnimmt. Position einnehmen ist für jede Partei wie jeden Menschen ein Risiko. Ich bin stolz auf die Grünen, dass sie ihr Wort gehalten haben. Und ich sage auch: Es muss überlegt werden, ob unter diesen Umständen auf lange Sicht gesehen die SPD wirklich der richtige Koalitionspartner bleibt. Die Grünen haben sich vor der Wahl treu zur SPD bekannt und nun einen Arschtritt bekommen. Vielleicht sollten zukünftig auch Bündnisse mit CDU oder den Piraten erwogen werden? Die Grünen müssen nicht um Regierungsbeteiligung betteln- sie könnten in Zukunft auf andere Wege gehen. Auch interessant wird es übrigens sein zu beobachten, wie der linke Flügel der SPD nun reagiert. Denn auch für sie muss sich Wowereits Kurswechsel wie ein Verrat anfühlen. in diesem Sinne...denken, Leute! Nicht nur Presse schlucken und alles glauben was gesagt wird ;) Greetings

Ich muss leider den Kritikern unserer Partei recht geben: Am Scheitern dieser Koalitionsverhandlungen sind wir schuld.

Berlin verstehen – und die Berliner verarschen. Wer den Willen der Wähler und der eigenen Partei so demonstrativ missachtet wie jetzt Klaus Wowereit, darf sich nicht wundern, wenn immer mehr grüne – und bisher sozialdemokratische Wähler - auch schwarz-grün ( oder vielleicht bald schwarz-grün-organge ) als (fast) gleichwertige Perspektive zu rot-grün betrachten, auf Länder wie auf Bundesebene. Respekt vor Volker Ratzmann, Renate Künast und dem grünen Team für ihre klare Haltung gegenüber Klaus Wowereit in den Koalitionsverhandlungen. – Dennoch bin ich enttäuscht und traurig über das Scheitern der Verhandlungen – und sauer auf Wowereit und seine offene Geringschätzung des Bürgerwillens und der grundlegenden Gemeinsamkeiten zwischen Sozialdemokraten und Grünen.

Wer 1 und 1 zusammenrechnen kann wird wissen, dass der Wählerwille Rot/Schwarz war und nicht Rot/Grün! Die Grünen waren schließlich nur auf Platz 3 !

Sehr geehrte "Grüne", seit nun mehr als 35 Jahren lebe ich als Franzose in Berlin, seit 26 Jahren bin ich hier selbstständig und doch darf ich nur auf Bezirksebene wählen. Ich habe Grün gewählt - auch um gelb auszuschalten (und das als Selbstständiger!) - was gelungen ist, doch dieses Theater was ihr hier veranstaltet ist nicht tragbar. Dachte wirklich es würde sich, nun endlich, etwas ändern - habt ihr die Zeichen nicht gesehen mit den Piraten!! Idealismus ist schon OK doch Starsinn ist dumm! Grüne fahren auch Autobahn und nicht nur Fahrrad und nur 30 schon gar nicht. Habt ihr bei Antritt der Verhandlungen darüber nachgedacht „was passiert danach…?“ – dieser Satz ist eine Teil der Sendung „seesamstrasse“, es wird Kindern beigebracht: erst denken dann handeln! Ich lese von euch immer nur: ich war es nicht, der war`s! aber so wie ihr euch verhaltet ist zurzeit die ganze Gesellschaft – erstmal dagegen seien, dann negative Agitationen, und wenn es darum geht Farbe zu bekennen ist keiner mehr dabei = absoluter Stillstand! Was ist nun mit allen anderen Themen die ihr abarbeiten wolltet. In diesem Zusammenhang bin ich fast froh, dass ihr nicht mitregieren werdet/dürft – Regierungsunfähig scheint hier eine Tatsache zu sein. Ich muss jeden Tag regieren, sozialistisch / kommunistisch / demokratisch / diktatorisch / ökologisch / links / rechts / Mitte – je nach Bedarf - und es gefällt nicht immer allen, selbst mir manches Mal nicht, doch ich treffe Entscheidungen - damit etwas passiert! Und weiß Gott wie schwer es ist, denn sie ist alles andere als sozial diese Marktwirtschaft (die auch ihr mitgestaltet)

Rot-Grün: nicht in Berlin. - Wie auch immer man zum Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen stehen mag: falsch ist auf alle Fälle die Aussage der rothen Anführerin der Grünen, Wowereit habe damit “unverantwortlich und gegen den Willen der Mehrheit in der Stadt und in seiner eigenen Partei gehandelt”. - Unverantwortlich? Vielleicht, aber wo bitte schön ist die Mehrheit die diese Konstellation gewählt hat?! Platz 1 die SPD, Platz 2 die CDU, Platz 3 die grünen Männchen und Weibchen, die von 30 Plus träumten … - Und vor allem: wer bitte schön ist denn hinter sein illusorisches Wahlziel geblieben und hat sich mit den kühnen Ast mit dem sie das Wowereit absägen wollte sich selbst gefällt, so dass sie gar nicht in der Lage gekommen sind auf Augenhöhe zu verhandeln?! - Nun wohl Rot-Schwarz?! - eine Konstellation, die an böse Zeiten erinnert… - Und denk ich an die Zukunft, an die wahrscheinlich Rot-Grüne Koalition auf Bundesebene, dann sehe ich tief, tief schwarz… Immerhin hat uns eine solche unheilvolle Verquickung nicht nur die Agenda 2010 beschert, sondern auch wieder Krieg als legitimes Mittel und andere Schandtaten mehr… - Hat uns das Merkel schon Deutschland zu einem Saustall werden lassen, so werden wir uns mit denen auf noch schlimmere Sauereien einstellen müssen… - Politisch Lied, mit denen fürwahr: Pfui! ein garstig Lied.

Danke das ihr bei der A100 euer Wort gehalten habt. Jetzt die Grünen in Bawue auch zum Worthalten drängen. Tiefbahnhof Stuttgart21 beerdigen. Bahnhofskonzept Vierreg&Roessler umsetzen.

Doch wir dürfen nicht der SPD die ganze Schuld aufdrängen. Auch wir waren in diesen Verhandlungen zu engstirnig und hätten uns überlgen müssen noch weiter auf die SPD zuzugehen. Wir dürfen uns nicht von unserem Höhenflug unter Renate täuschen lassen, sondern müssen verhandlungsbereit den anderen Parteien gegenüber treten um unseren Kurs durchsetzen zu können. Unsere Ziele in Stuttgart werden aufgrund dessen auch platzen. Mögen wir auch noch so viele Stimmen bekommen haben, ein großer Teil der Bevölkerung steht nicht auf unserer Seite.

Tja, Wowie traute von Beginn an nicht der eigenen "Mehrheit". Da könnte eine Stimme zu wenig sein. Die A 100 ist ja wohl nur ein Vorwand. Berlin hat wohl andere Probleme als 3000 Meter Autobahn. Bei Wowie hat sich wohl mit den Jahren der clementscher Politautismus ausgeprägt. Wer wie Wowie am Wahlabend von Flughäfen und Autobahnen schwadroniert wusste schon wohin die Reise gehen soll. Wie ich die Sozis kenn hat schlucken die den feudalen Führungsstil und schicken die Jusos an die Kritikerfront.

Besser so, als sein Gesicht verlieren. Die Presse hätte die Grünen bei eine faulen Kompromiss bei lebendigem Leib gefressen. http://kiekste.wordpress.com/2011/10/05/komplementarfarben/

Hallo, die Presse war sowieso gegen Rot-Grün. Es geht um Gestaltung für die ganze Stadt und mit allen Inhalten. Wer Grün wählt,wählt Schwarz, sagte die SPD vor der Wahl. Nun hat sie wohl Recht behalten. Also dann in fünf Jahren wieder ein neuer Versuch! Schade nur, dass bis dahin 15 Jahre ohne Bündnis90DieGrünen regiert wurde.

ich meine, ihr seid schuld daran, dass jetzt wieder die Schwarzen hier regieren.nicht nur ich, sondern unsere ganze Clique haben euch gewählt, damit ihr regiert. und wir haben euch nicht zum ersten Mal gewählt. Aber zum letzten Mal. Entweder will man regieren oder nicht. Dann sind auch 3 km Autobahn, die sowieso kommen werden egal. im Gegenzug hätte man einiges rausholen können und müssen. Dafür seid ihr von uns gewählt worden. Jetzt stimmt zwar wieder die Lebensphilosophie, aber Politik heißt normal gestalten. Das wollten wir, indem wir euch unsere Stimme gegeben haben. Zum letzten Mal. Wir sind tief enttäuscht. Im übrigen, auch grüne Wähler fahren Auto und manchmal ganz gerne sogar mit 100 km/h über die Stadtautobahn. So schlecht finden wir die auch nicht. Diese Stadt hat wahrlich andere Probleme als 3 km Autobahn. Scheiß auf die Autobahn, er hätte den Verhandlungen sonst herausholen müssen was geht. Und wenn der kucken, wie die anderen Realpolitik machen. Wenn das auch das Programm für den Bund ist, na dann danke.

Mein Güte, was für ein Theater um ein Stück beschissene Autobahn. Ich wähle seit 20 Jahren Grün, diesmal mit Sicherheit zum letzten Mal.

Herzlichen Dank dafür, meine Stimme in den politischen Orkus befördert zu haben. Ich wollte grüne Politik, bekommen habe ich nun die CDU und deren unsägliche Programmatik. Tausend gute Ideen an der Frage, ob nun A100 oder nicht, scheitern zu lassen, finde ich beschämend und im Endeffekt den größeren Verrat am Wähler. Zumal die A100 nun ohnehin kommt, nur eben ohne einen Hauch dessen, was ich mir für Berlin gewünscht hätte. Als Stammwählerin, die schon kurz vor einem Eintritt stand, schmerzt es mich, am heutigen Tage einen großen Teil meines Vertrauens in die Grünen verloren zu haben. Der Umgang mit meinem Wählerwillen enttäuscht mich zutiefst.

Ja, Frau Kühnast, so ist es. Wer die Realität nicht erkennt und in unrealisten Ideologien träumt hat keine Chance. Wer offen dazu steht, dass er den Individualverkehr nicht in vernünftige Bahnen lenken will, der muss sich nicht wundern wenn er ausscheidet. Für mich wäre grüne Umweltpolitik sich dafür einzusetzen, dass der Verkehr rollt und damit wenig Lärm und Schadstoffe erzeugt. Dafür brauchen wir gute Verkehrswege. Anders geht es nicht und anders will es die Mehrheit der Berliner auch nicht. Grün hat viele gute Gedanken, nur leider wird alles immer wieder durch solche blinde Starrköpfigkeit wie mit der A100 Frage kaputt gemacht. Machtspielchen und Erpressungsversuche sind nicht angebracht. Mit einer Hand voll Menschenverstand könnten Sie viel erreichen. Uns tschüß, Frau Kühnast.

Tja Grüne, eins ist sicher - mit der CDU kommt die Autobahn auf jeden Fall. Und ich kann mich dann an der bekanntermaßen tollen schwarz-roten Politik die nächsten Jahre erfreuen. Jetzt mal ernsthaft - was ist dadurch im Ergebnis wirklich gewonnen?

Die Berliner Grünen haben sich heute mit aufrechter Haltung ins Knie geschossen und zwei berliner Stammwähler schauen wahrscheinlich wie viele andere enttäuscht und verständnislos auf so viel Unvermögen. Das wird noch lange wehtun! In spätestens fünf Jahren wird Wowereit schmunzelnd den Schwarzen die Macht in Berlin übergeben und heute wurden die Weichen gestellt! Moni + Micha

Ich bin grüne Stammwählerin und nicht enttäuscht. Kann ich auch für 3 weitere Wähler aus der Familie so sagen. Enttäuscht bin ich von der SPD, die ich bisher immer mit gewählt habe.

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