Bis hierhin und nicht weiter: A 100 abwählen!

26.08.2011

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Die Verlängerung der A100 ist verkehrspolitischer Unsinn – das haben unabhängige Gutachter bestätigt. Das sechs- bis achtspurige Autobahn-Teilstück, das in Neukölln beginnen und unmittelbar vor der Elsenbrücke am Treptower Park enden soll, wird zu Dauerstau rund um die Elsenbrücke führen und nicht zur gewünschten Entlastung des Innenstadtverkehrs. Das heißt, der Stau würde lediglich um 3000 Meter nach Norden verlagert und zahllose LKW würden in Zukunft die Abkürzung über die A 100 wählen.

Das Ergebnis: zusätzliche Lärm- und Schadstoffbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner. Für diesen Verlust an Lebensqualität 440 Millionen Euro an Steuergeldern zu verschwenden – das kann nicht im Interesse einer zukunftsorientierten Verkehrspolitik sein. Wir von Bündnis 90/Die Grünen wollen klimafreundliche Mobilität fördern, anstatt in die teuerste Autobahn der Bundesrepublik zu investieren.

Darum demonstriert am Samstag, den 27. August ein Aktionsbündnis, an dem die Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), die Grüne Liga und Bündnis 90/Die Grünen beteiligt sind.

Damit den Betroffenen klar wird, wer die Folgen einer ausschließlich autogerechten Verkehrspolitik zu tragen hat, rollen wir die Strecke schon einmal ab - mit Skatern, Fahrrädern und LKW!

Samstag, 27.8.11
14:00 Uhr
Start: S-Bahnhof Treptower Park, Ende: S-Bahnhof Prenzlauer Berg

Wir laden alle Berlinerinnen und Berliner ein, sich unserer Demonstration gegen diese Politik der Betonköpfe anzuschließen. Gemeinsam gegen die Verlängerung der A 100 und für umweltfreundliche Mobilität!

Mehr Information zur Rad-/ Skater-/ LKW-Demo

Kommentare

Da lese ich doch hier: http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2011_09/kuenast__gruene_auch.html dass Renate Künast sich in der A100-Frage zu einem öffentlichen und absoluten Nein - auch als Ausschlusskriterium für ein Regierungsbündnis mit der SPD - nicht durchringen konnte. Was soll das bringen? Taktieren hilft da nicht. Es ist doch gute grüne Haltung, Kernthemen nicht zur Disposition zu stellen und eine nachhaltige Mobilität gehört doch seit Jahr und Tag dazu, oder? Klartext bitte - und wenn's geht, grünen Klartext.

Wenn ich mir anschaue, Wer da am 27.08. gegen den Bau der A 100 protestieren wollte, dann komme ich zu dem Schluss, es ist die übliche Bande von Autohassern, die seit über 20 Jahren erst in Westberlin und nun in ganz Berlin ihr Unwesen treibt und die Bürger skrupelos belügt und terrorisiert. Darum: Wer Grün wählt, wählt den Weg in die ökofaschistische Diktatur! Frau Künast darf nie die politische Verantwortung für Berlin bekommen.

Wer auch immer mit "Westberliner" Autohassern gemeint ist ... Man kann den Ost-Berlinern nur wünschen, dass die Autobahn durch ihren Kiez ähnlich wie damals die Westtangente gestoppt wird. Wer vor den Gefahren des Straßenverkehrs und spärlichen Grünflächen der Stadt z.B. im Interesse des Nachwuchses aufs Land flüchtet, darf nicht erwarten, dass die Verbliebenen ihm einen goldenen Teppich ins Zentrum in Form einer Autobahn ausrollen. Nichts anderes ist die A100. Die "Bündelung des Verkehrs" ist ein Mythos, vielmehr scheint die Dichte verkehrsstarker Hauptverkehrsstrassen in Autobahnnähe noch zuzunehmen. Ebenso die Zerschneidung der Wohngebiete. Wer die Pendler auf die Bahn umleitet, hält hingegen die Infrastruktur für den Wirtschaftsverkehr frei und schafft Lebensqualität für die Städter. Das als Faschismus zu bezeichnen, zeugt von wenig Verständnis für den notwendigen Interessenausgleich in einer Demokratie.

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