30.06.2011

Heiko Thomas wird Landesgeschäftsführer und Wahlkampfmanager

Heiko Thomas neuer Wahlkampfmanager von Renate Künast

Die Landesvorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen, Bettina Jarasch und Daniel Wesener erklären:

"Der Landesvorstand hat heute Heiko Thomas zum neuen Wahlkampfmanager und Geschäftsführer bestellt. Der bisherige Geschäftsführer der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus übernimmt diese Aufgabe ab dem 1. Juli und wird sich mit all seiner politischen Erfahrung und seinem organisatorischen Geschick in die neue Aufgabe einbringen.

Heiko Thomas leitet sämtliche organisatorischen Abläufe der Wahlkampagne, koordiniert die Aktivitäten der Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, Renate Künast, des Landesverbandes und der Bezirksgruppen im Wahlkampf und ist der erste Ansprechpartner für die Agentur des Landesverbandes. Als Geschäftsführer ist er auch zuständig für den laufenden Betrieb der Landesgeschäftsstelle und Angelegenheiten des Landesverbandes und seiner Mitglieder.

Wir freuen uns sehr, in Heiko Thomas eine außerordentlich erfahrene Führungspersönlichkeit sowie einen versierten Wahlkämpfer gewonnen zu haben. Seine in zahlreichen Wahlkämpfen und Kampagnen gewonnenen Erfahrungen sowie seine fundierten Kenntnisse des politischen Berlins werden dem grünen Wahlkampf um das Rote Rathaus sehr nutzen.

Der bisherige Wahlkampfmanager, André Stephan, hat sich gestern gegenüber dem Landesvorstand erklärt. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind so schwerwiegend, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist. Deshalb wurde er von seinen Aufgaben entbunden. Herr Stephan wird zudem seine Kandidatur zum Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Lichtenberg 2 zurückziehen."

Zur Person:
Heiko Thomas wurde 1969 in Wuppertal geboren und kam 1999 nach Berlin. Der studierte Politikwissenschaftler war zuletzt seit 2008 Geschäftsführer der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus. Davor war Heiko Thomas in verschiedenen Funktionen im Deutschen Bundestag, der Bundespartei und danach im Bundesverbraucherschutzministerium tätig. So leitete er von 2002 bis 2004 das Büro von Renate Künast im Deutschen Bundestag und von 2004 – 2005 das Büro des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverbraucherschutzministerium, Matthias Berninger.

Abgelegt in:
Partei
Wahl 2011

Kommentare

Zur '"Personalie" André Stephan: Als die Grünen in Hessen ins Landesparlament einzogen, haben sie Blumentöpfe auf ihre Tische gestellt und haben gewagt, sich eine Urlaubs-Auszeit während der Sitzungsperioden zu nehmen. Das war mutig. Die Zeiten haben sich gewandelt: Im Wahlkampf der rot-grünen Bundesregierung vermeinte Joschka Fischer mit der Kilometerzahl von Flügen zu punkten, währenddessen die Partei - völlig zu recht - für eine Verminderung des Flugbetriebs eintritt. Wodurch unterscheiden sich die Grünen von anderen Parteien, wenn Mitarbeiter kräftemäßig auf dem Zahnfleisch gehen, bei aller Verfehlung INFOLGEDESSEN, die zweifellos in seiner, André Stephans Verantwortung steht?

RESSEMITTEILUNG der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus - Berlin NR. 265 Datum: 30. Juni 2011 Gegendarstellung zu Vorwürfen gegen Özcan Mutlu Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, mit dieser Mitteilung geben wir ihnen den Beschluss des Landegerichts München I in der Sache Özcan Mutlu gegen das Magazin Focus zur Kenntnis. Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass das Magazin Focus eine Gegendarstellung zu den gegen Özcan Mutlu erhobenen Vorwürfen abdrucken muss. http://www2.mutlu.de/uploads/3117_001.pdf Mit freundlichen Grüßen, Matthias Schröter, Pressesprecher (c) Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus - Berlin

Unabhängig von seinen "Verfehlungen" ist der Umgang mit der Personalie André Stephan bezeichnend und wirft ein einschlägiges Bild darauf, was die grüne Partei unter "sozialer Verantwortung" versteht. Der fristlose Rauswurf eines Mitarbeiters nach einem (vermeintlichen) Alkoholexzess belegt, wofür die Grünen stehen: Asozialer Libertinismus! Man kann nur hoffen, dass sich diese Partei in den Wahlen nicht durchsetzen möge.

@Gast Lesen bildet. Da steht nichts von fristloser Kündigung sondern davon, dass Stephan von seinen Aufgaben entbunden wurde.

Verstehe ich nicht. Was ist denn daran asozial, jemandem zu kündigen, der sich eine solche Verfehlung erlaubt? Das kann zwar jedem passieren, aber es ist doch nur konsequent, wenn die Partei daraus entsprechende Folgerungen zieht und diesen Herren von seinen Aufgaben entbindet. Für mich wirft das nicht irgendein Licht auf die Grünen, sondern ist einfach nur folgerichtig.

Das Frau Künast zu der Alkoholfahrt nichts mehr sagen möchte, dass Verstehe ich und finde es auch richtig. Leider will sie auch nichts zu der Verstrickung des Abgeordneten Öczan Mutlu in zwielichtigen Immo- biliengeschäften sagen. Das ist aber ihre Aufgabe, wenn sie eine glaubhafte Alternative zur SPD sein will, denn deren Immobiliengeschäfte kennen wir in Berlin aus leidvoller Erfahrung. Wenn sie jetzt schon damit beginnt, Probleme auszusitzen, dann hat sie die Wahl schon ver- loren.

Auch für den Abgeordneten Mutlu gilt die Unschuldsvermutung solange keine rechtssicheren Beweise vorliegen. Etwas anderes könnte Frau Künast auch nicht sagen. Daher ist es nur logisch, dass sie sich hier nicht äußert.

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