Frauen- und geschlechterpolitisches Referat

Herzlich Willkommen auf der Seite des Referates für Frauen- und Geschlechterpolitik des Landesverbandes Berlin. Hier bekommst du einen Überblick über unsere frauen- und geschlechterpolitischen Aktivitäten und Positionen.

Grüne Frauen- und Geschlechterpolitik für Berlin
Traditionell hat die Frauen- und Geschlechterpolitik einen hohen Stellenwert in der Politik von Bündnis90/ Die Grünen. Dazu zählt für uns nicht nur die Chancengleichheit von Männern und Frauen oder der Kampf gegen Diskriminierung. Wir wollen Konzepte entwickeln, die eine moderne Geschlechterpolitik für Frauen und Männer möglich machen und gleichzeitig strukturelle Benachteiligung von Frauen wirksam bekämpfen.Welche Regelungen brauchen wir, um die Vormacht von Männern in viel zu vielen Bereichen unserer Gesellschaft zu beenden? Wie muss eine politische Kultur aussehen, in der Frauen sich wohlfühlen und in die sie sich einbringen wollen und können? Und wie kann eine moderne Geschlechterpolitik in unterschiedlichen Politikfeldern gestaltet werden?

Unser Mentoringprogramm

Ein wichtiges Ziel unserer Geschlechterpolitik ist es, politisch interessierte Frauen für die Partei zu gewinnen und kontinuierlich zu fördern. Dabei geht es keineswegs nur um junge Frauen, sondern um alle, die sich neu in die Grüne politische Arbeit einbringen wollen. Zu diesem Zweck organisiert der  der Landesverband Berlin ein Mentoringprogramm für interessierte Frauen. Den Neueinsteigerinnen (Mentees) soll durch die Unterstützung erfahrener PolitikerInnen (MentorInnen) der Einstieg in die Partei erleichtert werden.

Unser Frauenstatut

Die Satzung von Bündnis 90/Die Grünen beinhaltet das Frauenstatut. Als erste Partei der Bundesrepublik haben Die Grünen das Frauenstatut 1986 eingeführt und damit eine frauenpolitische Erfolgsgeschichte geschrieben: In keiner anderen Partei gibt es so viele einflussreiche Frauen, wie bei Bündnis 90/Die Grünen. In Berlin organisiert der Landesverband mindestens einmal jährlich eine Frauenvollversammlung, auf der unter anderem die frauenpolitischen Themen der Landespartei diskutiert und festgelegt werden können. Für alle Wahlen und Versammlungen gilt das Frauenstatut. Ein erfreuliches Resultat: Auf den drei ersten Listenplätze der vergangenen Abgeordnetenhauswahlt kandidierten Frauen - mit Erfolg!

Koordinationskreis Genderpolitik

Auf der Frauenkonferenz am 23.3. 2012 haben wir den Antrag "Zwischen Frauen-, Gender- und Queerer Politik: Wohin des Wegs?"  verabschiedet.Damit haben wir uns die Aufgabe gestellt, die grüne Frauen- und Geschlechterpolitik wieder stärker debattenorientiert zu verstehen und die Themen Arbeitsbegriff, Familienpolitik und Generationendialog in den kommenden zwei Jahren nach vor zu bringen.

Im Antrag heißt es:  "Um all dies in Fachgesprächen, Konferenzen, Sitzungen, anhand von
Beschlüssen zu diskutieren, Teil des Debattenprozesses werden zu lassen
und in Aktionen umzusetzen, beantragen wir, dass der Landesvorstand einen
Koordinationskreis initiiert. Dieser soll bis zum zum 30. Juni 2012 einen
Termin- und Aktionsplan vorlegen.
Dieser Koorodinationskreis soll die Zahl von 10 Menschen nicht überschreiten.
Qua Amt sollen die frauen- und genderpolitische Sprecherin, eine weitere
Person des Landesvorstands, die Sprecher*innen der
Landesarbeitgsmeinschaften Frauen- und Geschlechterpolitik sowie
QueerGrün (2 Personen), die Frauenreferentin als auch genderpolitisch aktive
Mitglieder aus den Bezirken und Landesarbeitsgmeinschaften (5) beinhalten.
(Fach-)Abegordnete und Bezirksverordnete werden aktiv eingebunden.

Aktuelle Veranstaltungen des Koordinationskreises findet ihr unter unserem Programm Gender.Grün.Berlin in der Sidebar.

 

Wir freuen uns über Mitstreiterinnen und Mitstreiter für eine moderne Frauen- und Geschlechterpolitik!

Nachrichten

Mentoringprogramm
28.02.2014

Frauenmentoring 2014: Jetzt bewerben!

Vom 28. Februar bis zum 9 .März könnt ihr euch für unser Mentoringprogramm für Frauen bewerben.

Bewerbungen sind ausschließlich online möglich, bitte beachtet, dass wir keine Bewerbungen per E-Mail (auch bisher eingegangene) berücksichtigen können!

Unser Anmeldetool mit allen Informationen zur Berwerbung findet  ihr hier:

gruene-berlin.de/mentoringprogramm-2014

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

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16.01.2014

Macht mit beim Mentoringprogramm für Frauen

HEREINSPAZIERT!
DAS MENTORINGPROGRAMM DES
LANDESVERBANDS BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN BERLIN 2014

WIR WOLLEN DICH!
Unsere Gesellschaft ist bunt und vielfältig. Uns Grünen
ist es wichtig, dass sich das auch in unserer Partei
wiederspiegelt.
Deshalb möchten wir Frauen jeden Alters fördern,
die Lust haben, sich bei uns zu engagieren
Bei unserem Mentoringprogramm wird dir eine in der
Politik erfahrene Person zur Seite gestellt, die dich an
ihren Erfahrungen und ihrem Wissen teilhaben lässt und
dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Daneben erwartet
dich ein interessantes Rahmenprogramm zur persönlichen
Weiterbildung und Vernetzung.
Mit unserem Mentoringprogramm wollen wir Frauen
ermutigen, sich langfristig und verantwortlich bei uns
zu engagieren, z.B. durch auf die Übernahme eines
Mandates in einem grünen Gremium vor Ort, z.B. in
einer unserer Bezirksgruppen, einer Bezirksverordnetenversammlung
(BVV) oder in einer unserer Landesarbeitsgemeinschaften
(LAGen). Wir wollen dich fi t machen
für ein grünes Ehrenamt!
Du hast dich bis jetzt noch nicht mit den Strukturen
und Abläufen grüner Politik in Berlin beschäftigt? Kein
Problem! Vor dem Start des Mentoringprogramms bieten
wir ein »Sprungbrett« an. Bei verschiedenen Veranstaltungen
vermitteln wir dir alle grundlegenden Kenntnisse
und machen dich fi t fürs Mentoringprogramm.

WIE LÄUFT DAS PROGRAMM AB?
Unser »Sprungbrett« startet am 30. Januar 2014 um
19 Uhr mit einer Informations- und Einführungsveranstaltung.
Am 20. Februar 2014 besuchen wir dann
gemeinsam eine Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses
Berlin und am 26. Februar 2014 geht es zu einer BVVSitzung
in Friedrichhain-Kreuzberg.
Das Mentoringprogramm beginnt dann im April 2014
und läuft bis November/Dezember 2014. Im Juli und
August wird es eine Sommerpause geben.
Das Programm setzt sich aus den regelmäßigen Treffen
der Tandems (Mentee und Mentor*in) sowie drei
Workshops und Vernetzungstreffen für die Mentees
zusammen.
Die regelmäßige Teilnahme der Mentees wird vorausgesetzt.

WER KANN MITMACHEN?
Das Mentoring des Landesverbands Berlin richtet sich an
grüne Frauen, die schon politisch aktiv sind (Weitersteigerinnen),
aber auch an politisch interessierte Frauen,
die ihren Platz im Landesverband noch suchen oder mit
dem Gedanken spielen, sich bei den Grünen zu engagieren.
Wir freuen uns ausdrücklich über die Teilnahme
von Frauen mit Migrationshintergrund und Frauen aller
Altersstufen – Mentoring richtet sich nicht ausschließlich
an junge Frauen! Wichtig ist, dass ihr Zeit und Lust an
einer verbindlichen Teilnahme an unserem Programm
mitbringt.

WIE KANN ICH MICH BEWERBEN?
Am »Sprungbrett« können alle interessierten Frauen
teilnehmen. Anschließend daran beginnt das Mentoringprogramm.
Vorrausetzung für die Teilnahme am Mentoringprogramm
ist eine schriftliche Bewerbung mit einem
kurzen Motivationsschreiben: Warum möchtest du in
unser Mentoringprogramm aufgenommen werden und
was sind deine Erwartungen an das Programm?
Wenn du Interesse an unserem Programm hast, dann
komme zu unserer Infoveranstaltung am Donnerstag,
30. Januar 2014 um 19 Uhr in der Landesgeschäftsstelle.

WO BEKOMME ICH WEITERE INFORMATIONEN?

Projektkoordination
Dr. Audrey Podann
Referentin für Frauen- und Geschlechterpolitik
T. 030 615005 61
audrey [dot] podann [at] gruene-berlin [dot] de

Landesgeschäftsstelle
Kommandantenstr. 80 | 10117 Berlin
T. 030/61 50 05 19
info [at] gruene-berlin [dot] de

09.01.2014

Protokoll der Frauenvollversammlung 2013

Protokoll der Frauenvollversammlung des Landesverbandes Berlin vom 15.11.2013

18.09.2013

Marsch fürs Leben – christliche FundamentalistInnen und der Schutz des Lebens

Seit einigen Jahren veranstaltet der Bundesverband Lebensrecht den sogenannten Marsch für das Leben in der Mitte Berlins. Auch in diesem Jahr werden am 21. September christlich-fundamentalistische AbtreibungsgegnerInnen weiße Holzkreuze durch Berlin tragen, um ihrer eigenen Aussage nach derjenigen Kinder zu gedenken, die in Deutschland vor Ihrer Geburt getötet werden. Demonstriert wird für ein Verbot von Abtreibungen, von Präimplantationsdiagnostik und gegen die Übernahme von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Krankenkassen.

Aus unserer Sicht befinden sich Frauen, die ungewollt schwanger sind, in einem Dilemma. Es ist eine sehr schwierige und persönliche sowie keinesfalls leichtfertige Entscheidung, wenn sich eine Frau gegen die Austragung einer Schwangerschaft entscheidet. Auch christliche Kirchen und Initiativen haben sich dafür engagiert, Frauen in dieser schwierigen Situation beizustehen und bieten Beratung an – weil das Verbot von Abtreibungen erwiesenermaßen kein Leben schützt. Unsere Gesellschaft hat sich aus gewichtigen Gründen dazu entschlossen, Schwangerschaftsabbrüche innerhalb eines festgelegten gesetzlichen Rahmens zu gestatten – dabei wird für eine bestimmte zeitliche Frist dem Selbstbestimmungsrecht der Frau über die Austragung einer Schwangerschaft Vorrang gegenüber dem Schutzrecht des ungeborenen Lebens gegeben. Historisch gesehen ist dies ein zivilisatorischer und emanzipatorischer Fortschritt – die Zeiten gefährlicher illegaler Abtreibungen sind damit endlich vorbei.Der Bundesverband Lebensrecht verbindet zudem die Forderung eines Abtreibungsverbots mit den Themen Präimplantationsdiagnostik und dem Begriff der Euthanasie – dies halten wir für eine unzulässige Vermengung und Vereinnahmung von wichtigen gesellschaftspolitischen Themen. Am 21. September 2013 werden verschiedene Bündnisse zu buntem und kreativen Protest gegen die selbsternannten „LebenschützerInnen“ aufrufen, an dem sich auch Aktive von Bündnis 90/Die Grünen beteiligen können. Wir wollen einen Tag vor der Bundestagswahl gemeinsam mit den BerlinerInnen auf die Straße gehen und den AbtreibungsgegnerInnen zeigen, dass für ihre rückschrittliche Ideologie kein Platz ist.

Am 21.September 2013 ab 13 Uhr am Brandenburger Tor/Platz des 18.März

 
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03.09.2013

Mutterseelenalleinerziehend!?!

 Familie ist da, wo Kinder sind!

 Die klassische Familie wird seltener: Immer mehr Erwachsene und Kinder leben in Familienkonstellationen, die nicht Mutter-Vater-Kind sind. Ein-Eltern-Familien haben -  insbesondere, wenn es sich dabei um alleinerziehende Frauen handelt -  ein unzumutbar hohes Armutsrisiko. Alleinerziehende machen in Berlin rund 33% aller Haushalte mit minderjährigen Kindern aus und sind dabei zugleich 50% aller Bedarfsgemeinschaften mit Kindern in der SGB II Grundsicherung. Alleinerziehende haben die höchste Armutsrisikoquote von allen Haushaltstypen: Im Bundesdurchschnitt beträgt sie 36% und ist damit mehr als doppelt so hoch wie für alle anderen Haushaltstypen. Das heißt, mehr als ein Drittel der Alleinerziehenden und ihrer Kinder sind armutsgefährdet. Gleichzeitig ist es für betroffene Frauen mit Kindern ganz besonders schwierig, in Arbeit vermittelt zu werden oder selbst Arbeit zu finden. Diese Situation halten wir von Bündnis 90/Die Grünen für nicht hinnehmbar.  Dabei geht es uns auch um die Anerkennung von Ein-Eltern-Familien als gleichberechtigte Familienform und deren politische und steuerliche Anerkennung und Förderung. Wir wollen darüber sprechen, warum Berlin die „Hauptstadt der Alleinerziehenden“ ist, wie Armutsrisiken begegnet werden kann und wie wir Alleinerziehende besser unterstützen können. Im Zuge des Wahlkampfs wollen wir uns dabei auch mit unserer eigenen Programmatik, deren Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten in Bezug auf Alleinerziehende, befassen. Die Politik hat diese Entwicklung allzu lange verschlafen: Familie ist nicht nur da, wo verheiratete Eltern ihre gemeinsamen Kinder aufziehen. Familie ist dort, wo Menschen Verantwortung für Kinder übernehmen!

Unsere Veranstaltung zum Thema findet statt am Samstag, dem 7.9.2013 im Familienzentrum Weißensee (Mahlerstr,4, 13088 Berlin) von 10-12 Uhr statt.

 

 

Zu Gast:

Maike von Wegen, Bloggerin und Autorin (www.mutterseelenalleinerziehend.de)

Marianne Burkert-Eulitz, kinder- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin

Elisabeth Küppers, Verband alleinerziehender Mutter und Väter Berlin

Moderation: Cordula Streich (Bündnis 90/Die Grünen KV Marzahn/Hellersdorf)

 

Wir laden Sie neben Kaffee und Croissants auch herzlich dazu ein, eigene Erfahrungen, Wünsche und Anregungen in die Diskussion einzubringen! Anmeldung zur Kinderbetreuung bis zum 3.9.2013 an audrey [dot] podann [at] gruene-berlin [dot] de

 

 

"Wir wollen alle ein Plätzchen" -  (Reise nach Jerusalem um Stuhlkreis)
24.07.2013

Kitaplätze: Qualität darf nicht auf der Strecke bleiben!

Ab dem 1. August ist es soweit: Alle Kinder haben ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen gesetzlichen Kita-Anspruch. Stolz  verkündet Familienministerin Schröder schöne Zahlen und möchte nicht wahrhaben, dass viele Eltern auch nach dem 1. August ohne einen qualitativ geeigneten Betreuungsplatz für ihr Kind da stehen, auch in Berlin. Bei der frühkindlichen Bildung geht es nicht nur um die Anzahl von Kita-Plätzen – entscheidend für Eltern ist auch die Qualität der jeweiligen Einrichtung. Hier besteht dringend Nachholbedarf! Die Themen gute Ernährung, Gruppengröße und Ausstattung der Einrichtungen bleiben problematisch. In Berlin herrscht zudem ein eklatanter Mangel an  Fachkräften. Wir werden mit einer Aktion am Stichtag 1. August auf diese Missstände aufmerksam machen und ab 8:30 Uhr auf dem Kollwitzplatz präsent sein.
Video
17.06.2013

Frauen- und familienpolitischer Dialog mit Katrin Göring-Eckardt: Jetzt als Video

Am 12. Juni 2013 hatten wir unsere Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt zu Gast. Zusammen mit unserer Landesvorsitzenden Bettina Jarasch wurde über folgende Themen diskutiert:

1. "Top Girl Feminismus": Für welche Frauen machen wir Politik und wen haben wir vielleicht noch nicht ausreichend im Blick? Ist nur eine Karrierefrau eine erfolgreiche Frau? Wie verortet sich Feminismus zwischen Kapitalismuskritik und Neoliberalismus?

2. Wahlfreiheit: Welche impliziten Rollenbilder vermitteln wir? Ist nur die arbeitende Mutter eine gute Mutter? Wie viel Freiheit wollen wir Familien geben, selbst zu entscheiden, wie sie leben? Wie können wir echte Wahlfreiheit erreichen?

3. Bündnisse, Strategien und Perspektiven für grüne Frauen- und Familienpolitik: Wir wollen Gleichstellung, wir wollen aber keine einseitige Überforderung von Frauen, die jetzt alles müssen: schön sein, Mutter sein, Karriere machen und dabei stets gute Laune haben. Welche Bündnisse brauchen wir für eine vielseitige Frauen- und Familienpolitik, die nicht nur Zwänge, sondern auch Freiräume schafft?

Im Verlauf des Gesprächs folgten drei "Interventionen", die einen Blick von außen auf die grüne Frauen- und Familienpolitik warfen.

Dr. Katja von der Bey, Geschäftsführerin der Weiberwirtschaft und Trägerin des Berliner Frauenpreises berichtete über die Situation von Gründerinnen und selbstständigen Frauen.

Antje Schmelcher, Jounalistin u.a. bei der FAS brachte die Frage auf, ob Mütter in unserer Gesellschaft ausreichend Solidarität erfahren.

Hannelore Buls, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates kommentierte unser Wahlprogramm aus Sicht der deutschen Frauenlobby.

 

Die gesamte Diskussion kann hier angesehen werden.

 

Wir danken der Webredaktion sehr herzlich für ihren Einsatz!

Video
17.06.2013

Der genderpolitische Koordinationskreis stellt sich vor

Der genderpolitische Koordinationskreis (GKK) ist ein vom Landesvorstand für die Dauer von 2 Jahren eingesetztes Gremium. Wie er zusammengesetzt ist und zu welchen Themen gearbeitet wird, erfahrt ihr im angefügten PDF.

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19.03.2013

Ein grüner Internationaler Frauentag

Den Internationalen Frauentag haben wir dieses Jahr gleich mit zwei Veranstaltungen gefeiert. Am 8. März direkt besuchten wir das Frauenprojekt „Bildungs und Beratungszentrum Raupe und Schmetterling für Frauen in der Lebensmitte“ und am 11. März begrüßten wir viele Interessierte beider Geschlechter zu einer Podiumsdiskussion mit prominenten Gästen wie der Sprecherin für Arbeitnehmerrechte der grünen Bundestagsfraktion Beate Müller-Gemmeke, unserer Landesvorsitzenden Bettina Jarasch,  Annelie Buntenbach, Mitglied im DGB-Bundesvorstand und Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin.

Insgesamt stand für uns das Thema Frauen in der Arbeitswelt – oder „Zeit für mehr“ im Vordergrund der diesjährigen Aktionen. Fragen nach der Art und Weise wie wir arbeiten und leben, wie wir unsere Zeit aufteilen wollen, um Zeit für Arbeit, Pflege und Freizeit zu haben und wo ein Umdenken stattfinden muss um einen gesellschaftlichen Wandel umzusetzen prägten unsere Diskussionen.

Das Podium am Montagabend im TAZ-Café war sich einig, ein Umdenken ist längst überfällig und wird von uns Feministinnen ja auch schon seit vielen Jahren gefordert. Dementsprechend düster fielen die Prognosen der Diskussionsteilnehmerinnen aus, was die Lage in zehn Jahren betrifft, sollten es nicht zu einem Umbruch kommen. Unsere grünen Politikerinnen stellten überzeugend dar, dass mit GRÜN ein Wandel gelingen kann. Ideen wie die Frauenquote wurden verteidigt, aber auch Ansätze, die noch weit weniger in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, wie das bedingungslose Grundeinkommen wurden als Lösungsansätze diskutiert. Bettina Jarasch kündigte an bei unserer Landesdelegierten Konferenz am 16.3 einen Änderungsantrag einreichen zu wollen, der das Thema „Zeit für mehr“ noch besser in unserem Wahlprogramm verankert. Gisela Notz beschwor die Politikerinnen weiter eine Utopie vor Augen zu haben, da man sonst in lauter kleinen Schritten das große Ziel aus den Augen verlieren könnte. Das Publikum diskutierte angeregt mit und anschließend an die Veranstaltung ließen alle den Abend bei einem Glas Sekt, oder einem Orangensaft gemeinsam ausklingen.

Hier fügte sich auch unser Besuch „Grüne vor Ort“ am Freitag gut ein. Anwesend waren für die Partei Karoline Killat, frauenpolitische Sprecherin und Audrey Podann Referentin für Frauen- und Geschlechterpolitik, und für die Abgeordnetenhausfraktion Anja Kofbinger frauenpolitische Sprecherin und die Referentin Eva Marie Plonske. Das Beratungszentrum Raupe und Schmetterling ist offen für Frauen aller Milieus und Altersgruppen und ein Ort an dem deren Probleme wie vielfach Belastungen durch Job und Familie bis hin zum Burnout besprochen und gemeinsam verarbeitet werden können. Ein ganz zentrales Thema ist auch hier die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt. Arbeitslosigkeit, Unter- und Ungleichbezahlung, unbezahlte Überstunden, Probleme beim Wiedereintritt oder der Wiederaufstockung von Stunden nach einer Pflegezeit, sind nur einige der Probleme denen die Frauen im Beratungszentrum gegenüberstehen.

Insgesamt konnten wir viele neue Ideen sammeln, wurden aber vor allem auf unserem bisherigen Weg bestätigt. Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich bei allen Teilnehmerinnen und dem Podium vom Montagabend und beim Bildungs- und Beratungszentrum Raupe und Schmetterling und freuen uns auf ein feministisch kämpferisches Jahr.

P.S. Die Veranstaltung von Montag wird noch als Podcast veröffentlicht.

Bilder und Bericht von Eva Kluchert (Studentin der Politikwissenschaften und derzeit Praktikantin in der Landesgeschäftsstelle)

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20.02.2013

Zeit für mehr...Veranstaltung zum Internationalen Frauentag 2013

 

Wie wollen wir leben und arbeiten?
Diese Frage trauen sich immer weniger Menschen zu stellen: Die Zwänge des Arbeitsmarktes drängen in die fraglose Anpassung. Wir wollen anlässlich des internationalen Frauentages unseren Blick wieder weiten: Wie schaffen wir ein sinnvolles Zusammenspiel von Engagement, Familie, Muße und Arbeit, ohne uns männlichen und/oder neoliberalen Arbeitsnormen zu unterwerfen? Wie können wir neu über die Verteilung und Umverteilung von Arbeit nachdenken? Brauchen wir eine neue gesellschaftliche Debatte zum Thema Arbeitszeit?

Es diskutieren:
Beate Müller-Gemmeke, MdB, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte der Bundestagsfraktion
Bettina Jarasch, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Berlin
Annelie Buntenbach, Mitglied im DGB-Bundesvorstand
Dr. Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin
Moderatorin: Ines Kappert, Journalistin

Montag, den 11. März 2013
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: taz-Café, Rudi-Dutschke-Straße  23, 10969 Berlin

Die Veranstaltung ist offen für Personen aller Geschlechter.
Wir freuen uns über Anmeldungen an: audrey [dot] podann [at] gruene-berlin [dot] de

 

Sprecher/innen

Dr. Audrey Podann

Referentin für Frauen- und Geschlechterpolitik

audrey.podann (at) gruene-berlin.de

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